Das Forum Asyl Niederbayern

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Einige der Gründungsmitglieder beim Vernetzungstreffen Asyl am 12. September 2014 in Passau: MdL Rosi Steinberger (v.l.), Mia Pöltl, Hermann Schoyerer und Maria Kalin.

Niederbayern. In Niederbayern gibt es viele ehrenamtliche Helfer im Bereich der Asyl- und Flüchtlingspolitik. Um diese besser miteinander zu vernetzen, regte der Bezirksvorstand der Grünen in Niederbayern deshalb vor kurzem ein eigenes Netzwerk an. So entstand das Forum Asyl Niederbayern (FAN).

Die Rechtsanwältin Maria Kalin aus Passau ist eine der Gründungsmitglieder und berichtet im vhs-Interview über die Möglichkeiten von FAN.

Bislang wenig Vernetzung

Frau Kalin, wie entstand die Idee mit dem Forum Asyl Niederbayern?

Der Bezirksvorstand der Grünen Niederbayern beschäftigt sich schon seit längerem mit dem Thema Asyl- und Flüchtlingspolitik. In Niederbayern gibt es eine große Vielzahl an ehrenamtlichen Helfern und Organisationen in diesem Bereich, aber leider wenig Vernetzung. So  wird oft die doppelte Arbeit geleistet. Und das, obwohl viele Helfende bereits an der Grenze ihrer Belastbarkeit arbeiten.

So entstand die  Idee, ein Forum zu schaffen, welches den Austausch und die Zusammenarbeit fördert.

Wer ist denn an der Entwicklung dieses Netzwerks beteiligt?

Im Augenblick Gruppen wie Diakonie-Aids-Beratung Passau, Asylcafe Passau, Grüne Niederbayern, Wirtschaftsforum Passau, viele Aktive aus Gruppen von Abensberg im Westen bis Salzweg im Osten.

Unabhängig von Politik und Nichtregierungsorganisationen

Wie ist FAN organisiert? Als loses Netzwerk, als gemeinnütziger Verein? Gibt es eine Art Vorstand? Und wie wird FAN finanziert?

FAN soll ein offenes Netzwerk sein, unabhängig von Politik und einzelnen Nichtregierungsorganisationen. So soll der ungehemmte Zugang und die vorurteilsfreie Nutzung möglichst Vielen ermöglicht werden.

Die Internetseite soll als Verknüpfungspunkt Herzstück sein und möglichst viele Gruppen und Ansprechpartner aufzeigen, auch aktuelle Termine zum Thema sollen übersichtlich dargestellt werden.

Wer kann alles mitmachen? Und an wen kann man sich wenden, wenn man Teil des Netzwerks werden möchte?

Das Netzwerk steht allen Aktiven offen, wer mitmachen möchte ist willkommen und kann sich unter der E-Mail-Adresse auf der Seite melden.

Gibt es schon eine Art Zeitplan, wie das Netzwerk künftig ausgebaut werden soll?

Wir treffen uns kontinuierlich und werden vor allem die Internetmöglichkeiten verbessern. Ziel soll immer eine überregionale -und auch überparteiliche- Austauschsituation sein: Schließlich sollte „das Rad sollte nicht in jedem Ort neu erfunden werden…“.

Frau Kalin, vielen Dank für das Gespräch!

Interview: Dike Attenbrunner